Donnerstag, 2. Oktober 2008

Wir sind kreativ und wir sind agil!

Heute und morgen findet das namics.lab von Team Thomas in Diessenhofen statt. In kleinen Teams werden Dinge erarbeitet, die man schon immer mal machen wollte und im Arbeitsalltag nie Zeit gefunden hat. namics räumt den Mitarbeitern einen 2 Tage namics.lab ein, um genau das nachzuholen.

Ich bin ein einem Team von 4 Personen und wir wollen eine Facebook Applikation bauen. Ja, noch eine Facebook App! Facebook hin oder her, wir wollen mal bischen mit dem API, unseren Visionen/Ideen und dem viralen Netz "spielen"....

Zu meiner Verwunderung: man modelliert Personas, entwickelt User Stories und führt einen Business Value ein. Wow, das macht Spass. Das kleine Team ist enorm kreativ, wir werden morgen Abend was cooles haben....

Bilder vom lab.camp: http://flickr.com/photos/29559712@N06/sets/72157607669216309/

Freitag, 26. September 2008

Erfolgreich dank Scrum, oder doch nicht?

Man stelle sich vor - man trainiert, arbeitet hart an sich, bereitet sich gut vor und dann kommt endlich der lang ersehnte Tag des Marathons, 42 km - los gehts! Man checkt immer wieder die Zeit, passiert die Zwischenstation, schaut sich um - wer ist vor mir, wer ist neben mir und dann, plötzlich ist der Zieleinlauf in Sichtweite - 5 sec. 4 sec. 3 sec. 2 sec. 1 sec - ZIEL! Der Blick zur Uhr - Enttäuschung und ziemlich genau das emfpand ich nach Abschluss des letzen Scrum Projekts.

Um den getrübten Eindruck mit meinem Team zu teilen haben wir das thematisiert und – ich war völlig überrascht – das Entwicklerteam hatte einen weitaus positiveren Eindruck als ich. Das konnte ich kaum glauben und habe versucht herauszufinden, warum ich das anders sah.

Ich stellte dem Entwicklerteam die Frage, warum das Projekt rückblickend so positiv für Sie war. Die Erkenntnis - durch unserer Vorgehen wurde ein Prozess vorgeben, den man bislang vermisst hatte. Es wurden Code Reviews durchgeführt, Pair Programming, automatisiertes Testen, Don’t-repeat-yourselves und damit verbunden aktives Refactoring, Visualisierung der Arbeit mit deren aktueller Status, Wer macht Was im täglichen Meeting und vieles mehr. All das wurde positiv bewertet. Gut!

Fast schon überwältigt habe von den positiven Schwingungen musste ich mich also Fragen – warum empfandest Du das anders als das Team? Nun, ich musste nicht lange überlegen, fand eine Reihe Argumente Warum aber sah das Team das anders?

Ich realisierte, dass mein Team und ich nicht vom selben sprachen: Scrum und agil!

Was das Team in dem Projekt erstmals angewendet hat, waren verschiedene Praktiken aus eXtreme Programming (XP), und zwar iterativ. Scrum hingegen ist nach meiner Interpretation, eher ein Framework für agile Software Entwicklung, genauer: ein Management Modell für agiles Vorgehen und genau hier haben wir extreme Abstriche gemacht.

Wir hatten keinen richtigen Product Owner, aber einen internen Projektleiter, der den Kunden „gespielt“ hat. (Proxy-Customer) Wir hatten keinen ScrumMaster. Diverse Scrum Rituale wurde, auch aufgrund der fehlenden Rollen und deren Aufgaben, weggelassen. Es gab Arbeiten, die von Personen erledigt wurden, deren Zugehörigkeit zum Team nicht gegeben war.

Subtrahiert man das alles von der Scrum Theorie, was bleibt dann übrig?
  • Big Bang Delivery am Projektende, statt regelmässiges Feedback mit kurzen Release Zyklen
  • Kein Feedback vom Kunden während der Realisierung, nur interner Input
  • Keine Priorisierung der Arbeit , da keine wirkliche „Business Value“ Beurteilung
  • Keine Früherkennung von „Fehlern“, da kein Feedback
  • Kein ROI Bewertung während der Entwicklung, da kein Feedback
  • Fragen und Abklärungen nur über Dritte, kein direkter Kundenkontakt
  • Sequentielles, phasenorientiertes und teilweise unabgestimmtes Vorgehen
Kurz –das ist nicht agil, das ist kein Scrum!

Was haben wir daraus gelernt?

Bei den Software Entwicklern kommt XP und iteratives Vorgehen gut an, es macht ihnen Spass und Scrum ist kein Scrum, solange:
  • kein "richtiger" Product Owner am Tisch sitzt und Scrum aktiv lebt
  • nicht alle notwendigen Ressourcen „scrumisiert“ sind und sich zum Team bekennen
  • solange man kein fixed time, fixed scope und fixed budget vorfindet
  • wenn bereits (zeitlich) früher gelagerte Projektphase durchlaufen wurden, z.B. Analyse, Grobspezifikation, Detailspezifikation, Design, etc
Treffen die genannten Punkt zu,
  1. ist das Ökosystem nicht Scrum kompatibel
  2. kann man die Realisierung(-sphase) mit XP Praktiken empfehlen

Dienstag, 23. September 2008

69er - Projektende

Heute, nach nunmehr 4 Sprints à 2 Wochen ist das 69er Projekt zu Ende.

In Ruby gibt ein Prinzip: DRY - Don't repeat yourselves - und gemäss DRY möchte ich die Dokumentation vom 69er Projekt hiermit beenden, ich würde mich nur wiederholen. Trotzdem möchte ich noch ein Resümee ziehen und ein paar Zahlen zeigen, z.B. das Product Burndown Chart:

Im 69er Projekt wurden total 88 Story Points realisiert, im Schnitt 22 Story Points pro Sprint. Geplant war zu Beginn eine Velocity von 20 SP's pro Sprint. Das Team hat geliefert - das Backlog ist leer und wir haben noch ca. 20% Budget.

Heute, am Demo Day von Sprint 4 löst sich das Team auf, die Entwicklungen sind eigentlich abgeschlossen. Der Product Owner war anwesend und letztendlich haben wir heute ein Abnahme gemacht. Es wurden noch ein paar Dinge aufgenommen, die nachgebessert werden sollten ... Klingt nach einem neuen Sprint? Hm.

Bislang habe ich im Projekt ein bischen die Kappe des Scrum Masters aufgehabt und das Team "geführt", sobald man vom agilen Vorgehen abgekommen war. Mühsam, aber unter dem Strich sehr wichtig. Da ich bisher davon überzeugt war, dass neben mir auch andere im Team den agilen Prozess verinnerlicht haben und durchaus gewillt sind, so zu arbeiten, habe ich mich heute in der Retrospective als "Moderator" zurückgehalten und das Team machen lassen.

Kurz gesagt: ich war entäuscht. Niemand hat die Funktionalität gezeigt, die im Sprint 4 entwickelt wurde. Stattdessen war "hm, was haben wir denn alles so gemacht" rum-geklicke angesagt. Viel unötige Diskussionen, Fragen zur Spezifikation und Feedback bzw. Änderungswünsche. Darüber hinaus wurde keine Retrospective gemacht.
Die anstehenden Arbeiten wurden nicht genauer besprochen, in Tasks zerlegt, geschätzt, priorisiert - eben all das, was wir nunmehr 3 Sprints durchgezogen haben. Ich hätte erwartet, dass man eine Sprint 5 Planung macht und dem agilem Vorgehen weiter folgt. Naja.

Da kommt mir die einleitender Aussage von der Projektleitung zu Beginn des Projektes in den Sinn - sie ist zieht sich durch das gesamte Projekt:
"Wie ihr das macht, ist egal. Es muss am Ende nur funktionieren."

Mittwoch, 10. September 2008

69er - Sprint 3 Retrospective

Gestern, 09. September war erneut eine Retrospective im 69er Projekt, nunmehr in der dritten Iteration.

Summary:
Auch in diesem Sprint war das Team schneller, aber leider auch schlechter. Der agile Arbeitsturnus hat sich so langsam eingespielt und das Team lebt Scrum. Trotzdem ist die Stimmung nicht gut. Der fehlende ScrumMaster ist für das Team spürbar. Viele Hindernisse die sich zu Blocking entwickeln, ohne Aussicht auf Behebung!

Das Ergebnis:
Geplant waren 20 Story Points bei einer verfügbaren Zeit von 78h, sportlich! Von den geplanten User Stories konnten 4 nicht fertig gestellt werden! Warum? 

Es gibt bei diesen Stories ein externes Partner-Unternehmen, auf dessen Service die Applikation angewiesen ist. Die Integration des Services ist zunächst trivial, trotzdem klemmt es. Das Partner-Unternehmen lässt uns hängen - das Team kommt nicht voran. Andere User Stories wurden einfach nicht gut genug getestet und vielen schlichtweg durch, als sie dem Product Owner präsentiert wurden. 

Und so sieht es aus:


Retrospective:
Was war nicht gut?
  1. Die Rails Entwickler machen viele Tasks, die nicht Rails related sind - das ist langsam und macht kein Spass
  2. Design ist noch immer nicht abgeschlossen, muss ständig neu angefasst werden - wird nie fertig
  3. "Springende" Ressourcen sind nicht im agilen Prozess, sie leben ihn nicht
  4. Viele externe Hindernisse, die das Team nicht lösen kann und sich "niemand" drum kümmert
  5. Stimmung schlecht, Ergebnis stimmt nicht - wir erreichen unsere Ziele nicht
Uhhpf! Nicht gut ...

Was können wir besser machen?
  1. Niemand arbeitet allein auf dem Projekt (auf täglicher Basis). Wir arbeiten nur, wenn mindestens 2 Teammitglieder arbeiten, bessere Resourcenplanung ausserhalb des Teams.
  2. Reviews schneller(früher) machen, Arbeit (früher) abschliessen
  3. Product Owner ist zwingend anwesend beim Planning und Demo Meeting
Nun steht der letzte Sprint vor der Tür. Das Product Backlog ist noch immer gut gefüllt und das Projektende ist absehbar. Werden wir es schaffen?

Dienstag, 9. September 2008

69er - Sprint 3 Planning & Estimation Meeting

Der 3. Sprint im 69er Projekt steht an und es gilt erneut: Team, let's plan!, ABER bei diesem Planning & Estimation Meeting gibt es eine Besonderheit, die ich in meinem agilen Dasein bisher auch noch nicht erlebt habe - der Product Owner ist nicht anwesend.

Wir haben vom PO mit auf dem Weg bekommen, dass auch im kommenden Sprint der Schwerpunkt auf dem User Interface liegen soll, denn nach nunmehr etlichen Iterationen beim Design haben wir eine finale Version, endlich.

Ok, wie sieht es mit den Ressourcen aus?


Plannning & Estimation

Da wir in diesem Sprint nicht so viel verfügbare Ressourcen haben, geht das Team mit weniger geplanter Arbeit in den Sprint. Nimmt man den Durchschnitt aus Sprint 1 und Sprint 2 beträgt die Velocity bisher 23 Story Points/Sprint. Um den limitierten Ressourcen Rechnung zu tragen, wollen wir 20 Story Points annehmen.

Das Team geht Story für Story aus dem Backlog durch und fragt zunächst, ob alle Fragen benantwortet sind, oder anders gesagt, wissen wir, was hier die Aufgabe ist. Wenn nicht, wird das an der Story vermerkt und diese zurückgelegt. Der interim ScrumMaster geht diesen Stories im Sprint nach und klärt die Fragen.

Gut, nachdem alle Stories im Backlog sortiert wurden nach klar und unklar, beginnt das Team die Arbeit zu schätzen. Dabei werden pro User Story kurz die Task herausgebrochen (nur grob) und überschlagen. Am Ende kommt man auf die Story Points pro User Story.

Und so sieht Sprint 3 aus:

Das Team hat 20 Story Points angenommen. Diese 20 SP's entsprechen ca. 81h Arbeitsaufwand. Verfügbare Arbeit ist 78h, d.h. wir haben ein kleines over commitment.

[Update]

Montag, 1. September 2008

69er - Wir brauchen einen ScrumMaster

Im der letzten Retrospective von Sprint 2 hat das Team bemängelt, dass es viele Hindernisse gibt, die offensichtlich viel Engagement benötigen und im Team keine Zeit dafür besteht. Jedes Teammitglied steht unter Druck, denn man hat sich auf eine Ziel committed und man möchte das Spiel gewinnen. Treten Hindernisse auf, geht man diesen nach, soweit es möglich ist. Werden die Hindernissse zu gross, geht dem Team die Luft aus.

Bei einem der Posts zum 69er Projekt habe ich einen Kommentar bekommen, der auf die Pitfalls von Scrum eingeht. Es geht im wesentlichen um die Frage, ob man ohne ScrumMaster ein Scrum Projekt führen kann und was unsere Erfahrungen sind.

"In addition to the disengaged ScrumMaster, there is the team where a worker bee also tries to be ScrumMaster. This works fine as long as the team does not encounter too many impediments. If the team does encounter impediments, however, either the impediments will not be resolved (because the worker bee role is consuming too much time) or the work will not be completed (because the worker bee is now running around trying to eliminate impediments). For this reason, I no longer have team members perform the ScrumMaster role while actually doing work on a sprint (unless it is a very small amount of work)." Boris Gloger, Pitfalls in Scrum
Nun ja, genau diese Erfahrungen kann ich bestätigen. Kleine Hindernisse kann das Team selbst lösen. Werden diese zu Blocking oder mengenmässig grösseren Hindernissen, leidet das Team und damit das Ergebnis.

Beim 69er Projekt wurde das offen in der Retrospective Sprint 2 diskutiert. Das Team bat um einen ScrumMaster. Da man sich allerdings bereits im 3. von 4. Sprints befindet und eine Einarbeitung Zeit und Aufwand bedeutet, hat das Team davon abgesehen.


Die Erkenntis:
Im nächsten Scrum Projekt nur noch mit ScrumMaster.

69er - Sprint 2 Retrospective

Am Dienstag vergangene Woche war erneut ein Sprint im 69er Projekt vorüber und es wurde präsentiert, was wir hatten.

Summary:
Das Team war erneut schnell, schneller als geplant und schneller als selbst eingeschätzt, aber es häuften sich auch die Probleme ...

Das Ergebnis:
Geplant waren für Sprint 2 total 25 Story Points (SP's), bei einer verfügbaren Zeit von 144h Stunden. Von den geplanten User Stories wurden nur 18 SP's umgesetzt, 7 SP's waren Not Done. Trotzdem hat das Team während des Sprints zusätzliche User Stories angenommen und somit insgesamt 28 Story Points verdient.

Interpretation, Sprint Burndown:
Das Team hat in der Retrospective das Burndown Chart analysiert und kam zu folgenden Erkenntnissen:
  • Wir sind schnell, aber ...
  • Viele offene Pendenzen, Hindernisse - daher kein Progress bei 4 Stories (Blocking)
  • Aufgrund der Blockaden musste das Team andere User Stories vorziehen, da sonst keine Arbeit
  • Vorgezogene User Stories waren oft nicht abgeklärt- viele offene Fragen, Unklarheiten
Retrospective:

Was war gut?

  • User Story of Taskboard, quasi manuell, nach wie vor gut
  • Resourcen konnten arbeiten, wie geplant

Was können wir besser machen?

  • Vorgezogenen User Stories oft unklar, Plannig Phase fehlte, viel Input vom PO während des Sprints notwendig
  • Es gab eine Demo vom System mitten im Sprint, nicht zum Demo Day wie geplant
  • Administrative Arbeiten inkl. Aufwände fallen an, gehören aber nicht zu einer Story und tauchen nicht in der Sprint-Planung auf, was machen wir damit?
  • Code Freeze vor dem Deployment wurde nicht für alle Teammitglieder kommuniziert, daher gab es anschliessend viele Merge-Konflikte im Subversion
  • Release-Umgebung zur Demo nicht up-and-running, ungeplanter Aufwand im Sprint
  • Es gibt keine Release Notes, was haben wir bisher gemacht?
  • kein ScrumMaster zum Hindernisse lösen
  • Sprint Übersicht ist gut, aber Gesamtperspektive fehlt - wo stehen wir? Werden wir das schaffen?
  • Anwesenheit beim Daily Scrum nur sporadisch
Nun, wenn wir die Stimmungbaromether ablesen sieht es nicht mehr so gut aus - wir müssen handeln!

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[Update]
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Montag, 18. August 2008

69er - Sprint 2 Planning & Estimation Meeting

Nach erfolgreichem Sprint 1 im 69er Projekt hat das Team nun ein Sprint 2 Planning Meeting durchgeführt.

Aufgrund der Erkenntnisse aus der Sprint 1 Retrospective soll der Fokus im kommenden Sprint auf dem User Interface liegen. Daher wurden solche User Stories vom Product Owner hoch gewichtet, die darauf einen Einfluss haben. Wichtig ist, dass am Ende des Sprints die bisherige Arbeit über den Product Owner hinaus noch anderen Stakeholders des Auftraggebers präsentiert werden soll.

Ok, was werden wir machen?

Wir haben eine andere Verteilung bei den Kompetenzen in diesem Sprint, eher User Interface lastig, und kommen daher insgesamt auf 144h verfügbare Zeit.

Vom Team angenommen wurden 25 Story Points.

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Freitag, 15. August 2008

69er - Sprint 1 Retrospective

Am Dienstag war beim 69er Projekt Sprint 1 Demo Day und Retrospective. Team: Safe!

Dashboard?
Originally uploaded by Jürg

Summary:
Alles in allem kann man sagen, dass das Team unglaublich viele Arbeitspakete bewältigen konnte, mehr als erwartet.

Das Ergebnis:
Geplant waren 12 Story Points, 132h verfügbare Zeit
Realisiert wurden 19 Story Points in 143h. 31 geplante Stunden konnten nicht bezogen werden. Eine User Story wurde vom Product Owner nicht abgenommen, also 18 Story Points insgesamt.

Interpretation, Sprint Burndown:
In der Retrospective hat das Team das Burndown Chart und die Zahlen interpretiert und ein Fazit gezogen. Dabei kam heraus, dass man
  • zu pessimistisch geschätzt hat
  • Arbeit geplant hatte, die man (noch) nicht machen konnte, daher zu "schnell" war
Hintergrund: Look&Feel der Anwendung sind noch nicht final definiert. Interaction-Designer und Usability Experten arbeiten noch daran, trotzdem hat das Team im Sprint 1 bereits Funktionalitäten entwickeln könnnen, allerdings ohne visuellen Aspekt. Strenggenommen sind diese User Stories nicht DONE. Daher hat das Team eine virtuelle Persona konzipiert (Design-Checker) und eine User Story angehängt, die zur GUI Implementierung in einem späteren Sprint genutzt werden soll. Geplante und verschobene Aufwände/Tasks aus Sprint 1 wurden dort angehängt. Dieser Umstand erklärt den schnell Fortschritt.

Desweitern wurde durchleuchtet, warum das Team mit 31h Restguthaben in der verfügbaren Zeit mit 142h abrechnen konnte, obwohl nur 132h geplant waren. Ein Grund liegt auf der Hand: wir haben mit einem 6h-Tag geplant und kommen daher bei den verfügbaren Ressourcen auf 132h, worst case Szenario quasi. Ein anderer Grund war, dass die geplanten Ressourcen im Verlauf des Sprints nicht eingesetzt werden konnten. Eine Rahmenbedingung, deren man sich bewusst war, daher die 6h-Tag Planung.

Retrospective:

Was war gut?

  • Vorbereitende Arbeiten waren sehr gut , z.B. Infrastrukur war bereits da, als das Projekt im Sprint 1 begonnen hat
  • Dokumentation im Wiki ist sehr gut, so findet man das verteilte Projekt Know-How
  • ein Biergarten Besuch ;-)
  • sehr guter Austausch im Team- man weiss praktisch immer, woran alle arbeiten
  • Review ist sehr gut, verteilt das Wissen im Team, man lernt viel
  • Daily Scrum wird als nüztlich empfunden, er ist kurz gehalten, fokussiert
  • Product Owner ist zufrieden mit der Arbeit

Was können wir besser machen?

  • Stunden aufschreiben! Am Sprint Ende war nicht ganz klar, wieviel Stunden wir aufgewendet haben
  • Einschränkungen, Editierbarkeit im GUI bitte disuktieren, nicht einfach machen - z.b. nach Daily Scrum
  • Was haben viele Tasks, die keine Story haben z.B. Testumgebung aufsetzten. Was machen wir damit?
Die Stimmungsbarometer untermauern den aktuellen Befund - alles im grünen Bereich!

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Demnächst: Sprint 2 Planning Meeting

Donnerstag, 14. August 2008

69er - Sprint Burndown Chart

Ok, Sprint Burndown Chart! Das Team trifft sich jeden Tag zu einem Daily Scrum, max. 15min. Das gesamte Team ist anwesend, teilweise auch der Product Owner.

Nachdem jedes Teammitglied seinen heutigen Tag am Taskboard geplant hat, nimmt der Scrum Master die Zahlen in das Sprint Burndown Chart auf. Es wird während des Daily Scrum ausgedruckt und an das Taskboard geheftet - und natürlich beurteilt, jeden Tag!


Das Burndown Chart hier zeigt den 4. Tag im Sprint. In der oberen Tabelle werden die heutigen Ressourcen eingetragen, in der unteren die Restzeit.

Man kann erkennen, dass zwar 3 User Stories bereits auf Done sind, aber die verbleibende Zeit per heute knapp wird. Man sieht auch, dass eine Entwickler Ressource am 4. und 5. Tag mit 0 Stunden verfügbar ist, obwohl mit 6h geplant wurde. Ausserdem kann man sehen, dass bei diesem Tempo bald keine Arbeit mehr da ist, trotz Verknappung der Ressourcen. Der Product Owner wurde bereits am 3. Sprint-Tag informiert, ist nun anwesend und kann vorschlagen, was man als nächstes in den Sprint aufnehmen kann.

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Demnächst:
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Donnerstag, 31. Juli 2008

69er - Taskboard

Es sind bereits drei Tage im Sprint 1 des 69er Projekts vergangen. Wo stehen wir?

Im vergangenen Beitrag 'Sprint 1 Planning & Estimation Meeting' habe ich angekündigt, einen Einblick in unseren Daily Scrum zu geben und hier sind wir - unser Task Board:



(Wir wollten das Rad nicht nochmals erfinden, daher haben wir uns beim Taskboad von Mountain Goat Software orientiert.)

Wie läuft der Daily Scrum ab?

Das gesamte Team ist anwesend, inkl. Product Owner. Der Daily Scrum geht maximal 15 Minuten. Jedes Teammitglied geht gedanklich die Tasks durch. Dabei werden:
  • überfüssige Task entfernt
  • fehlende Tasks hinzugefügt
  • verbleibende Aufwände pro Task überprüft und gegebenenfalls korrgiert (nach oben oder unten)
  • Zustand der Tasks überlegt
Anschliessend gehen wir User Story für User Story durch jedes Teammitglied beantwortet folgende Fragen:
  • Was hab ich gestern gemacht?
  • Was mache ich heute?
  • Was sind meine Hindernisse?
Untermauert wird die Fragerunde mit dem Verschieben von Tasks oder Korrektur des Aufwands. Hindernisse markiert das Team mit brüllenden Fussballstars! Peter Cech steht für fehlende Informationen, Oliver Kahn für blockierendes Hinderniss. (siehe Taskboard, rot eingerahmt)

Jeder bekommt die Chance, mitzuteilen wo er steht, wie er vorankommt und ob er Hilfe braucht.

Der Daily Scrum wird abgeschlossen mit der Frage, wie der heutige Einsatz am Projekt sein wird. Scrum geht davon aus, dass ein Team fix an einem Projekt arbeitet, quasi den gesamten Tag, die gesamte Sprintdauer und letztendlich das gesamte Projekt. Sehr ideal, aber leider nicht realistisch, denn wir Arbeiten auch noch für andere Projekte. Wir haben Scrum hier adaptiert und eingeführt, dass wir die verbleibende Restzeit im Sprint davon abhänig machen, wieviel jeder am Sprint arbeitet, auf täglicher Basis.

Nach dem Daily Scrum wird das Sprint Burndown Chart generiert und and das Taskboard (rechts oben) gepinnt. Es ist Gegenstand für den kommenden Daily Scrum, am nächsten Morgen - und alle freuen sich auf den kommenden Morgen, wenn es endlich wieder heisst - Gentlemen, Daily Scrum!

[Update]
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Montag, 28. Juli 2008

69er - Sprint 1 Planning & Estimation Meeting

Heute hat das Team gemeinsam die Aufwandschätzung und Planung vom Sprint 1 für das 69er Projekt absolviert. Für alle ein ganz neue Aufgabe, die mit dem agilen Vorgehen nach Scrum eingeführt wurde. Trotz 4 arbeitsintensiven Stunden kann sich das Ergebnis sehen lassen:





















Wie gehen mit vier User Stories und 12 Story Points in den ersten Sprint. Basierend auf dem aktuellen Wissenstand haben wir im schlechtesten Fall 98h Aufwand, den wir 132h unterbringen müssen.

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