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Donnerstag, 5. Juni 2008

Guidewire Case Study beim Scrumbreakfast #7

Professor Stuart Read vom IMD Lausanne hat am Scrumbreakfast #7 eine Case Study von Guidewire vorgestellt. Anders als erwartet hielt Stuart keine herkömmliche Präsentation, sondern gestaltet den Scrumbreakfast als Diskussion bzw. Workshop.

Guidewire ist ein Unternehmen, was mit Scrum aufgebaut wurde, von der ersten Stunde an. Nicht nur, dass es Sprint Team gibt, um Software zu entwickeln, nein - Guidewire ist eine komplett agil aufgebaute Organisationsstruktur. Die Firma reorganisiert sich jeden Monat. Teams wurden neu zusammengestellt, Funktionen und Rollen neu verteilt und interessanter weise zogen sogar die Teams mit ihrem gesamten Desktop um.

Beim Scrumbreakfast #7 traff Stuart auf eine Gruppe von Scrum Anwendern (und solche, die im Begriff sind, Scrum einzusetzen) und wollte von den praktischen Erfahrungen lernen.

Stuart begann den Workshop mit der Frage, welche Personen für agile Teams eingestellt werden sollten: keine Indiviualisten, Teamplayer, Early Adaptors und Output-orientierte Personen. Darüber hinaus wurde darauf eingegangen, wie man den Recruiting Prozess gestalten könne: das Team entscheidet. Der gesamte Entscheidungs- und Organisationsprozess bei Guidewire kommt von der Basis - Bottom-up.

Dann stellte Stuart die Frage, ob man als Kunde eine Software von einem Unternehmen kaufen würde, wenn sich dessen Organisation ständig ändert. Hat man da Verrtauen? Vertrauen, das ist wohl das Kernelelement. Regelmässig liefern, was man versprochen hat - der Schlüssel zum Erfolg.

Guidewire hat in der Zwischenzeit mehr als 350 Mitarbeiter und soll an der Börse notiert werden. Erstmalig in der Erfolgsgeschichte des Unternehmens gab es nun ein Problem - fehlende Hierachie. Es gab keinen CTO, keinen CEO, keinen CFO etc. Wie führt man ein Unternehmen an die Börse, wenn es keine definierten Strukturen hat?
"Wer ist der CTO von Guidwire?"
"Ja, welchen meinen Sie, den von diesem Monat oder den vom vorherigen?"
Stuart fragte uns Teilnehmer, wie wir das Unternehmen beraten würden? Ein paar Minuten später lieferte er die Anworten:
  • Die Entwickler-Teams werden in Pods von 3 bis 6 Personen organisiert.
  • Jeder Pod hat einen Pod Leader, quasi einen Team Captain.
  • Wird ein Team zu gross, gibt es einen Split.
  • Jedes Team arbeitet an einem spezifischen Teil des Produkts.
  • Jeder im Team ist in der Lage, an allen spezifischen Elementen des Teil-Produkts zu arbeiten.
  • Die physische Umgebung wurde an dem Team angepasst, um die Kommunikation zu erhöhen - alle sitzen beieinander.
  • Reviews von Pods werden vom Head des Produktteils durchgeführt, nicht vom Pod Leader.
  • Pod Leader werden nach Kompetenz ausgewählt - er kann jeden Job, den ein anderes Teammitglied erledigen kann, auch selbst erledigen.
Guidewire, ein agil organisiertes Unternehmen, dass erfolgreich ist. Die Menschen, die dort arbeiten, würden wohl nie in einem stark hierarchisch organisierten Unternehmen arbeiten und umgekehrt auch nicht. Stuart erzählte, dass man einen CTO von der IBM bei Guidewire eingestellt habe, der das Unternehmen nach kurzer Zeit wieder verliess ...

Mein Resümee

Das Scrumbreakfest #7, organisiert von Peter, war ein interessanter Anlass, insbesondere, weil ich viele organisatorische Prinzipien und Ansätze die diskutiert wurden, bei meinem akutellen Arbeitgeber namics wiederfand. Und dabei ist mir eines klar: nach namics würde es definitiv schwer ein vergleichbares Arbeitsumfeld zu finden ...

Freitag, 9. Mai 2008

Scrum Breakfast in Zürich, Guideware Case Study

This month we are honored to have a special guest to the Scrum Breakfast in Zürich: Stuart Read, Professor of Marketing at the IMD in Lausanne.

You already know Scrum. You have likely seen it at work. In this discussion, we will investigate a firm built completely on Scum. Not only does the firm use Sprint teams for every function in the company, the firm has used Scrum since its founding day. I encourage you to review the case study so we can have a focused discussion on the issues around such a complete adoption of the methodology, especially as the firm expands beyond 500 employees.

Stuart Read is Professor of Marketing at IMD. He is currently developing cases and research in the following areas:

  • New ventures and innovation
  • Specifically investigating expertise in the entrepreneurial domain
  • Marketing of innovations with network externalities
  • Non-predictive strategies that enable managers to effectively make decisions in situations of true uncertainty
His academic credentials include a Ph.D. in marketing from the University of Washington and a Bachelor's degree in computer science from Harvard University. He has nearly 20 years of industry experience, having participated in the creation of six high technology start-up firms. Four of those firms were acquired by industry leaders including Sun Microsystems and Lotus Development Corporation. Two are publicly traded. Stuart also spent 6 years with enterprise database software provider, Oracle Corporation.

The Scrum Breakfast in Zürich is a monthly exchange of information around Scrum. The breakfast offers discussion, information and hands-on experience to CIO's, executive and operational project managers. The Scrum Breakfast takes place the first Wednesday of each month. The program starts with a short presentation about on an in interesting topic around Scrum. Then follows a moderated discussion among the participants to encourage an exchange of know-how and experiences.

The talk will be held in English.

Attendance is free and our sponsor namics provides the coffee, gipfeli (croissants) and orange juice.

Date: June 4, 2008
Time: 10:00 to 12:30 (Special Case!)
Location: namics ag, konradstrasse 12, 8005 zürich

Registration for the Scrum Breakfast via xing or via comment (won't be published). If you wish to join us for lunch, please register separately at xing.